Wann:
5. Mai 2026 um 14:00 – 15:00
2026-05-05T14:00:00+02:00
2026-05-05T15:00:00+02:00
Wo:
Gewerbemuseum Winterthur
Kirchplatz 14
8400 Winterthur

Glitzer

Die Seniorenuniversität freut sich, Ihnen eine weitere Museumsführung anzubieten. Dieses Mal findet die Führung im Gewerbemuseum Winterthur durch die Ausstellung GLITZER statt.

Dienstag, 5. Mai 2026, 14:00 – ca. 15:00 Uhr

Treffpunkt: Gewerbemuseum Winterthur, Kirchplatz 14, 13.45 Uhr

Führung: Frau Katharina Ebneter

Der Eintritt ins Gewerbemuseum beträgt CHF 8.– für Teilnehmer*innen unserer gebuchten Führung. Bitte Eintritt selbständig an der Museumskasse bezahlen. Freier Eintritt mit Museumspässen und Raiffeisen Plus-Karte.

Kosten Führung: CHF 12.–. Bitte bar direkt bei den Begleitpersonen der Seniorenuniversität bezahlen.

 

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

> Zur Anmeldung

 

Ausstellung GLITZER

Glitzer funkelt und flirrt, fasziniert und empört. Glitzer ist omnipräsent und auf Bühnen ebenso zu finden wie auf Protestplakaten und in Kinderzimmern. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Glitzer als Symbol für Zugehörigkeit, Empowerment und Selbstbestimmung. Auch beleuchtet die Schau die Verwendung von Glitzer in kollektiven und politischen Bewegungen wie als Alltagsgegenstand.

Rund 40 internationale Positionen aus Kunst und Gestaltung widmen sich Glitzer als Ausdruck der Freude an gesellschaftlicher Vielfalt und kollektiver Ausgelassenheit, als Mittel des Protests, der Performance und Popkultur, als Symbol der Sichtbarmachung marginalisierter Gruppen und des Widerstands gegen Körpernormen.

 

Geschichte des Gewerbemuseums

Das Gewerbemuseum Winterthur wurde 1874 gegründet und 1875 eröffnet. Damit zählt es zu den ältesten Museen in Winterthur und im Kanton Zürich. Wie viele Kunstgewerbemuseen, die im späten 19. Jahrhundert europaweit entstanden, verfolgte es das Ziel, Handwerk und Industrie durch beispielhafte Gestaltung zu fördern und den ästhetischen Geschmack der Gesellschaft zu bilden. Vorbild war das South Kensington Museum in London, heute bekannt als Victoria and Albert Museum. Ihm folgten Institutionen in Wien, Berlin, Paris – und auch in Winterthur.

Die bewegte Geschichte des Hauses begann im nicht mehr existierenden alten Kornhaus beim Untertor. 1879 erfolgte der Umzug ins Technikum Winterthur, wo die kunstgewerbliche und technisch-mechanische Sammlung sowie eine Muster- und Modellsammlung weiterentwickelt wurden. Die Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen prägte das Museum von Beginn an.

Aufgrund chronischen Platzmangels zog das Museum 1928 erneut um – in die ehemalige Mädchenschule am Kirchplatz, wo es bis heute beheimatet ist. Zusammen mit der Gewerbebibliothek diente es weiterhin der Förderung angewandter Kunst und bot Raum für Bildung in Gestaltung, Technik und Kunsthandwerk. Mitte der 1950er-Jahre eröffnete das Gewerbemuseum Winterthur als erstes Museum in der Schweiz eine öffentliche Wohnberatungsstelle – ein Ausdruck seines kontinuierlichen gesellschaftlichen Engagements.

Mit der umfassenden Renovation 1999 und einer inhaltlichen Neuausrichtung wandelte sich das Gewerbemuseum Winterthur zu einem Haus mit klarer Ausstrahlung auf Gegenwart und Zukunft. Seitdem bildet es zusammen mit der Uhrensammlung Kellenberger – heute Uhrenmuseum Winterthur – ein innovatives Zentrum, das Design, Materialien und Gesellschaft in Beziehung setzt.