Haldenstrasse 95
8400 Winterthur
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»
Dienstag, 3. November 2026, 14:00–15:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Sammlung Am Römerholz, Haldenstrasse 95, 8400 Winterthur
Anreise mit dem Museumsbus möglich:
Museums-Transfer ab Bahnhof Winterthur zwischen Buskante J und G (Höhe Schalterhalle) zur Sammlung bzw. umgekehrt von der Sammlung zum Bahnhof.
Der Transfer kostet pro Person und Weg CHF 5.
Bitte bei der Anmeldung ankreuzen, wenn gewünscht!
Der Eintritt in die Sammlung ist persönlich an der Kasse zu bezahlen:
Ermässigter Eintritt CHF 15 für die Teilnehmenden unserer gebuchten Führung
Freier Eintritt mit Museumspass und RaiffeisenPlus-Karte
Die Kosten für die Führung sind bei der Begleitperson der Seniorenuni zu bezahlen:
CHF 15 Abonnent*innen der Seniorenuniversität
CHF 20 ohne Abo der Seniorenuni
Bitte Bargeld abgezählt mitbringen und direkt bei der Begleitperson der Seniorenuniversität bezahlen.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
> Zur Anmeldung
Die Sammlung
Nach einer Phase der Schliessung freuen wir uns, Besucherinnen und Besucher erneut willkommen zu heissen. Entdecken Sie ausgewählte Werke in neu gestalteten Räumen und erleben Sie die Sammlung aus einer frischen Perspektive.
Die ehemalige Villa Oskar Reinharts (1885–1965) zeigt über zweihundert Werke europäischer Kunst von höchstem Rang. Schwerpunkt sind der französische Impressionismus und seine Vorläufer, ergänzt durch ältere Kunst. Der Bogen spannt sich von Pieter Bruegel d. Ä. und Cranach d. Ä. über Goya und Chardin bis zu Renoir, Cézanne, Manet, van Gogh und dem frühen Picasso.
Oskar Reinhart sah im Impressionismus die bedeutendste Leistung nicht nur der Epoche, sondern der Kunstgeschichte überhaupt. In der Auseinandersetzung mit der impressionistischen Malerei, die Farbe und Licht zur selbständigen Bildsprache erhoben hatte, entwickelte er den Geschmack für das Malerische. Diese Qualität wurde ihm zum Massstab für die Beurteilung von Kunst. Er erwarb ältere Malerei nur exemplarisch, und seine Vorliebe galt den Künstlern und Werken, bei denen das Malerische in besonderer Weise in den Vordergrund trat. Sie wurden so nicht als Repräsentanten ihrer jeweiligen Epoche, sondern als Vorläufer der Moderne gesehen.
Mit der wohlüberlegten Präsentation der Werke in seiner Gemäldegalerie brachte Oskar Reinhart dieses Konzept anschaulich zum Ausdruck. Dabei folgte die Hängung nicht einer chronologischen Ordnung, sondern war bestimmt durch die Korrespondenzen von Farbe und Form, die eine Kontinuität zwischen Vergangenheit und Moderne hervorhoben und diese zu einem die Zeit überwindenden Ganzen verschmolzen. Diese neue Dimension und ihre spektakuläre Inszenierung im grossen Saal der Galerie sollten dem Betrachter zur ästhetischen Erfahrung von Malerei schlechthin verhelfen.

