
[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Sacha Zala
Direktor Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz
Der Bundesrat ist eine hoch performante Entscheidungsmaschine. Jedes Jahr fällt der Bundesrat über 2000 Entscheide. Manche dieser Entscheide geben mehr, manche weniger zu reden. Seit der Gründung des Bundesstaates wurde dem Bundesrat immer mal wieder attestiert, sich in einer Krise zu befinden. Doch wann befindet sich der Bundesrat in einer Krise und welchen Einfluss haben innere und äussere Krisen auf den Bundesrat? Ein Blick in die Geschichte dieses obersten Exekutivgremiums der Eidgenossenschaft zeigt, dass fundamentale Unterschiede bestehen zwischen einem Bundesrat während und einem Bundesrat in der Krise.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Christof Dejung
Historisches Institut, Universität Bern
Wieso ist die Schweiz so reich geworden? Und wie hängt der wirtschaftliche Aufstieg Europas mit dem Kolonialismus zusammen? Diese Fragen werden in der historischen Forschung seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Der Vortrag beleuchtet die Rolle von Sklaverei, kolonialer Expansion und globalen Handelsbeziehungen für die Industrialisierung und die Herausbildung der kapitalistischen Wirtschaft. Dabei wird unterschieden zwischen dem Atlantikhandel einerseits, der wesentlich durch Plantagenwirtschaft und Sklavenarbeit geprägt war, und dem Handel mit Asien andererseits, durch den indische und chinesische Luxusgüter nach Europa kamen. Die europäischen Fabrikanten versuchten, diese Produkte zu imitieren, was einen wesentlichen Anreiz für die industrielle Revolution darstellte.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Claude Messner
Institut für Marketing und Unternehmensführung, Universität Bern
Viele Menschen haben die Gewohnheit, jeden Morgen einen Kaffee zu trinken. Auf die Frage, weshalb sie morgens Kaffee trinken, geben diese Menschen jedoch nicht ihre Gewohnheit, sondern ihre Müdigkeit an. Dabei trinken sie ihren Kaffee, egal wie wach oder müde sie sind. Wie sehr Gewohnheiten unser Leben beeinflussen, machen wir uns nur selten bewusst. Gewohnheiten können positive und negative Folgen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. So helfen sie uns, Verführungen zu widerstehen. Sie können uns aber auch daran hindern, unser Verhalten zu optimieren. Gewohnheiten sind sehr stabil; doch wir können sie auch ändern.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]Dr. Louisa Estadieu
Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, ETH Zürich
Der Vortrag beschäftigt sich mit Vertrauen und Misstrauen als zentralen moralphilosophischen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften. Vertrauen ist einerseits unverzichtbar für das Funktionieren demokratischer Strukturen, andererseits aber auch anfällig für Täuschung, Enttäuschung und Missbrauch. Um diese Ambivalenz in den Blick zu bekommen, soll diskutiert werden, was es überhaupt bedeutet, zu vertrauen oder zu misstrauen, und welche normativen Implikationen sich daraus ergeben. Dass Vertrauen erst in der Spätmoderne – insbesondere seit Luhmann und Baier – zu einem zentralen Thema geworden ist, wirft zudem die Frage auf, was dies über unsere Zeit aussagt, in der tradierte «Gewissheiten» zunehmend brüchig werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Rouven Porz
Abteilung Medizinethik und ärztliche Weiterbildung, Inselspital Bern
Die Medizin heutiger Tage kann unheimlich viel. Sie kann Menschen retten, die früher gestorben wären. Sie kann Pandemien bekämpfen und mit Künstlicher Intelligenz Krankheiten aufspüren, für die es noch nicht einmal Namen gibt. Sie kann uns das Sterben erleichtern und sogar nach dem Tod noch allerhand mit unseren Körpern anfangen. Aber wollen wir das alles? Und vor allem: Sollen wir all das tun?
Dies sind nicht nur gesellschaftliche Fragen. Jede und jeder von uns ist ganz persönlich davon betroffen. Mehrfach im Leben müssen wir schwierige gesundheitliche Entscheidungen treffen − über uns selbst, über unsere Angehörigen. Zuweilen geht es gar um Leben und Tod. Spätestens dann fragen wir uns: Wie kann ich mich bei diesen verwirrenden Fragen orientieren? Genau hier setzt der Vortrag an. Er soll anregen, über solche Fragen nachzudenken.
[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Urs Grüter
Ehem. Leiter Institut für Natur- und Geisteswissenschaften, Hochschule Luzern
Der Vortrag beleuchtet Gefahren, die von rechts-, links- und religiös motiviertem Extremismus ausgehen. Extremismus richtet sich gegen fundamentale Prinzipien wie Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit und strebt autoritäre Ordnungen an. Extremistische Akteure verschleiern geschickt ihre wahren Absichten und verschieben durch Sprache die Grenzen des Sagbaren. Begünstigt durch Krisen, Vertrauensverlust und digitale Plattformen gewinnt besonders der Rechtsextremismus an Einfluss. Der Vortrag fragt, wie Demokratien ihre Resilienz stärken und durch Aufklärung und Zivilgesellschaft wehrhaft bleiben können.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Dina Pomeranz
Department of Economics, Universität Zürich
Viele Länder bauen die internationale Hilfe und Zusammenarbeit ab, obschon die Forschung zeigt, dass sie grosse Wirkung hat. Was bedeutet dies für die Welt und die globale Stabilität? Was kann die Forschung dank verbesserter wissenschaftlicher Methoden konkret über die Wirkung von Entwicklungsprojekten aussagen? Und was können wir als Einzelpersonen tun?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Tobias Jammerthal
Theologisches Seminar, Universität Zürich
Die heutige Universität Zürich definiert 1833 als ihr Gründungsjahr. Die Anfänge der höheren Bildung am Platz Zürich liegen indes deutlich früher: Es war das Jahr 1525, in dem der Vorlesungsbetrieb begann. Aus einer Arbeitsgemeinschaft von Gelehrten entwickelten sich rasch Strukturen, die Vorbildfunktion für reformierte Einrichtungen ausserhalb Zürichs hatten. Der Vortrag zeichnet die Vorgeschichte dieser ersten «Prophezey» nach, beschreibt Strukturen und Charakteristika der Anfänge akademischen Forschens und Lehrens und fragt nach der bleibenden Bedeutung dieser Anfänge.
[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=“10px“][vc_column_text css=““]
Prof. Dr. Verena Zimmermann
Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, ETH Zürich
In der Cybersicherheit wird der Mensch oft als Problem betrachtet. Schliesslich ist es der Mensch, der schwache Passwörter verwendet und auf Phishing Links klickt. Oder etwa nicht? In diesem Vortrag hinterfragen wir die Sichtweise auf den Menschen vor psychologischem Hintergrund.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
