Willkommen zu unseren Vorlesungen

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Wir freuen uns, wenn wir Sie mit unserem Programm begeistern können!

Jahresprogramm 2026

Das Frühjahrssemester 2026 hat am 18. Februar 2026 begonnen.

Apr.
22
Mi.
2026
Zucker, Baumwolle und Fabriken: Der Aufstieg der europäischen Wirtschaft im Kontext von Sklaverei und früher Globalisierung
Apr. 22 um 14:30
Zucker, Baumwolle und Fabriken: Der Aufstieg der europäischen Wirtschaft im Kontext von Sklaverei und früher Globalisierung @ ZHAW School of Management and Law | Winterthur | Zürich | Schweiz

Prof. Dr. Christof Dejung
Historisches Institut, Universität Bern

Wieso ist die Schweiz so reich geworden? Und wie hängt der wirtschaftliche Aufstieg Europas mit dem Kolonialismus zusammen? Diese Fragen werden in der historischen Forschung seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Der Vortrag beleuchtet die Rolle von Sklaverei, kolonialer Expansion und globalen Handelsbeziehungen für die Industrialisierung und die Herausbildung der kapitalistischen Wirtschaft. Dabei wird unterschieden zwischen dem Atlantikhandel einerseits, der wesentlich durch Plantagenwirtschaft und Sklavenarbeit geprägt war, und dem Handel mit Asien andererseits, durch den indische und chinesische Luxusgüter nach Europa kamen. Die europäischen Fabrikanten versuchten, diese Produkte zu imitieren, was einen wesentlichen Anreiz für die industrielle Revolution darstellte.

Apr.
29
Mi.
2026
Gewohnheiten als Schlüssel zu Gesundheit und Glück
Apr. 29 um 14:30
Gewohnheiten als Schlüssel zu Gesundheit und Glück @ ZHAW School of Management and Law | Winterthur | Zürich | Schweiz

Prof. Dr. Claude Messner
Institut für Marketing und Unternehmensführung, Universität Bern

Viele Menschen haben die Gewohnheit, jeden Morgen einen Kaffee zu trinken. Auf die Frage, weshalb sie morgens Kaffee trinken, geben diese Menschen jedoch nicht ihre Gewohnheit, sondern ihre Müdigkeit an. Dabei trinken sie ihren Kaffee, egal wie wach oder müde sie sind. Wie sehr Gewohnheiten unser Leben beeinflussen, machen wir uns nur selten bewusst. Gewohnheiten können positive und negative Folgen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. So helfen sie uns, Verführungen zu widerstehen. Sie können uns aber auch daran hindern, unser Verhalten zu optimieren. Gewohnheiten sind sehr stabil; doch wir können sie auch ändern.

Mai
6
Mi.
2026
Wozu vertrauen? Moralphilosophische Perspektiven auf die «Vertrauenskrise»
Mai 6 um 14:30
Wozu vertrauen? Moralphilosophische Perspektiven auf die «Vertrauenskrise» @ ZHAW School of Management and Law

Dr. Louisa Estadieu
Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, ETH Zürich

Der Vortrag beschäftigt sich mit Vertrauen und Misstrauen als zentralen moralphilosophischen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften. Vertrauen ist einerseits unverzichtbar für das Funktionieren demokratischer Strukturen, andererseits aber auch anfällig für Täuschung, Enttäuschung und Missbrauch. Um diese Ambivalenz in den Blick zu bekommen, soll diskutiert werden, was es überhaupt bedeutet, zu vertrauen oder zu misstrauen, und welche normativen Implikationen sich daraus ergeben. Dass Vertrauen erst in der Spätmoderne – insbesondere seit Luhmann und Baier – zu einem zentralen Thema geworden ist, wirft zudem die Frage auf, was dies über unsere Zeit aussagt, in der tradierte «Gewissheiten» zunehmend brüchig werden.

Sep.
23
Mi.
2026
Wenn es ernst wird: Ethische Entscheidungen im Gesundheitswesen
Sep. 23 um 14:30
Wenn es ernst wird: Ethische Entscheidungen im Gesundheitswesen @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Rouven Porz
Abteilung Medizinethik und ärztliche Weiterbildung, Inselspital Bern

Die Medizin heutiger Tage kann unheimlich viel. Sie kann Menschen retten, die früher gestorben wären. Sie kann Pandemien bekämpfen und mit Künstlicher Intelligenz Krankheiten aufspüren, für die es noch nicht einmal Namen gibt. Sie kann uns das Sterben erleichtern und sogar nach dem Tod noch allerhand mit unseren Körpern anfangen. Aber wollen wir das alles? Und vor allem: Sollen wir all das tun?

Dies sind nicht nur gesellschaftliche Fragen. Jede und jeder von uns ist ganz persönlich davon betroffen. Mehrfach im Leben müssen wir schwierige gesundheitliche Entscheidungen treffen − über uns selbst, über unsere Angehörigen. Zuweilen geht es gar um Leben und Tod. Spätestens dann fragen wir uns: Wie kann ich mich bei diesen verwirrenden Fragen orientieren? Genau hier setzt der Vortrag an. Er soll anregen, über solche Fragen nachzudenken.

Sep.
30
Mi.
2026
«Die unentbehrliche Nation» – Amerikas weltpolitische Rolle
Sep. 30 um 14:30
«Die unentbehrliche Nation» – Amerikas weltpolitische Rolle @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Claudia Brühwiler
School of Humanities and Social Sciences, Universität St. Gallen

Dieses Abstract finden Sie zu einem späteren Zeitpunkt auf unserer Website.

Okt.
7
Mi.
2026
Extremismus: Gefahr für die Demokratie?
Okt. 7 um 14:30
Extremismus: Gefahr für die Demokratie? @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Urs Grüter
Ehem. Leiter Institut für Natur- und Geisteswissenschaften, Hochschule Luzern

Der Vortrag beleuchtet Gefahren, die von rechts-, links- und religiös motiviertem Extremismus ausgehen. Extremismus richtet sich gegen fundamentale Prinzipien wie Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit und strebt autoritäre Ordnungen an. Extremistische Akteure verschleiern geschickt ihre wahren Absichten und verschieben durch Sprache die Grenzen des Sagbaren. Begünstigt durch Krisen, Vertrauensverlust und digitale Plattformen gewinnt besonders der Rechtsextremismus an Einfluss. Der Vortrag fragt, wie Demokratien ihre Resilienz stärken und durch Aufklärung und Zivilgesellschaft wehrhaft bleiben können.

Okt.
14
Mi.
2026
Entwicklungshilfe unter Beschuss
Okt. 14 um 14:30
Entwicklungshilfe unter Beschuss @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Dina Pomeranz
Department of Economics, Universität Zürich

Viele Länder bauen die internationale Hilfe und Zusammenarbeit ab, obschon die Forschung zeigt, dass sie grosse Wirkung hat. Was bedeutet dies für die Welt und die globale Stabilität? Was kann die Forschung dank verbesserter wissenschaftlicher Methoden konkret über die Wirkung von Entwicklungsprojekten aussagen? Und was können wir als Einzelpersonen tun?

Okt.
21
Mi.
2026
1525: Die Anfänge der höheren Bildung in Zürich
Okt. 21 um 14:30
1525: Die Anfänge der höheren Bildung in Zürich @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Tobias Jammerthal
Theologisches Seminar, Universität Zürich

Die heutige Universität Zürich definiert 1833 als ihr Gründungsjahr. Die Anfänge der höheren Bildung am Platz Zürich liegen indes deutlich früher: Es war das Jahr 1525, in dem der Vorlesungsbetrieb begann. Aus einer Arbeitsgemeinschaft von Gelehrten entwickelten sich rasch Strukturen, die Vorbildfunktion für reformierte Einrichtungen ausserhalb Zürichs hatten. Der Vortrag zeichnet die Vorgeschichte dieser ersten «Prophezey» nach, beschreibt Strukturen und Charakteristika der Anfänge akademischen Forschens und Lehrens und fragt nach der bleibenden Bedeutung dieser Anfänge.

Okt.
28
Mi.
2026
Der Faktor Mensch in der Cybersicherheit
Okt. 28 um 14:30
Der Faktor Mensch in der Cybersicherheit @ ZHAW School of Management and Law

Prof. Dr. Verena Zimmermann
Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, ETH Zürich

In der Cybersicherheit wird der Mensch oft als Problem betrachtet. Schliesslich ist es der Mensch, der schwache Passwörter verwendet und auf Phishing Links klickt. Oder etwa nicht? In diesem Vortrag hinterfragen wir die Sichtweise auf den Menschen vor psychologischem Hintergrund.

Nov.
4
Mi.
2026
Wie chronische Ohrgeräusche und akustische Phantome die Ruhe im Alter stören
Nov. 4 um 14:30
Wie chronische Ohrgeräusche und akustische Phantome die Ruhe im Alter stören @ ZHAW School of Management and Law

PD Dr. Patrick Neff
Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, Universitätsspital Zürich

Das Alter gilt als Hauptrisikofaktor für chronische Ohrgeräusche wie Tinnitus, von dem ca. 20% der Senior:innen betroffen sind, sowie für seltenere akustische Halluzinationen wie Stimmenhören. Wir beleuchten die aktuellen Erkenntnisse zur Entstehung dieser Phänomene und stellen Massnahmen vor, die helfen können, die Stille und die Lebensqualität im Alter zu erhalten.